Über

Die Jana hat es jetzt auch mal geschafft ihren Blog zu erstellen...also jedenfalls einen Teil davon Ich werde ab dem 31.8.2012 einen Freiwilligendienst in Kapstadt antreten..worauf ich mich sooooo sehr freue!! Am 24.2.2013 bin ich wieder da fuer euch Nun schaut euch um, bzw folgt meinem Reisetagebuch und schaut euch Fotos und Videos an! Dann bin ich doch gleich nicht mehr sooooo weit weg! Eure Jana

Alter: 24
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
Bin ich immernoch

Wenn ich mal groß bin...:
Werde ich Spielerfrau

Ich glaube...:
an die Liebe!

Ich liebe...:
meine Eltern, meine Familie, meine liebsten Freunde <3

Man erkennt mich an...:
meinem lauten Lachen

Ich grüße...:
Euch



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Blog

Holidays? Just now.

Vier Wochen Ferien. Da glaubt man ja, dass man irgendwann nicht mehr weiß, was man tun soll, nicht wahr!? Vielleicht in Deutschland, aber garantiert nicht hier im wunderschönen Südafrika. Meine erste Woche habe ich mit Paul komplett in der City von Kapstadt verbracht. Wir waren sogar im Museum, ob ihr´s glaubt oder nicht. Kirsten und ich waren im „Canal Walk“ shoppen, einen ganzen Tag lang. So eine riesen Mall habe ich noch nie gesehen! Von außen sieht es aus wie eine Burg und drum herum laufen wunderschöne Flüsse und Bäche. Um zum Eingang zu gelangen, muss man über eine märchenhaft Brücke laufen…da fühlt man sich als Mädchen doch gleich wie eine Prinzessin Und das nur aufgrund einer Shoppingmall! Aber ich erinner mich an die Worte von meinem Opa, der meinte dass ich unbedingt zu dem „Canal Walk“ muss, das wird mir gefallen. Recht hatte der Gute Da wir in der Vorweihnachtszeit in der City waren, durfte auch der Weihnachtsmarkt nicht fehlen! Jaaaa, den gibt es hier! Natürlich ohne Glühwein mit Schuss (welch ein Jammer) oder Schmalzkuchen. Aber bei 36 Grad und kurzer Hose toller afrikanischer Musik zu lauschen und zu picknicken hat auch was so kurz vor Weihnachten. Und dass der sogenannte Weihnachtsmarkt auch deutsche Bratwurst mit Sauerkraut hatte, hat mir den Tag besonders versüßt! Ein anderes hammer Erlebnis war das „Table Mountain Climbing“. Jaha, wir sind tatsächlich darauf geklettert, von ganz unten. Die Jungs sind schon etwas eher oben gewesen, da Kirsten und ich uns verlaufen haben. Das darf man echt niemandem erzählen, dass man sich auf diesem Weg verläuft!!! Aber wie dem auch sei, wir haben nun viele andere, außergewöhnliche Fotos und die nicht! So! Nach drei Stunden waren wir ja auch oben (und die Jungs nach einer!)…Uppps! Oben angekommen waren wir so stolz auf uns, dass wir sogar den Sonnenuntergang fast vergessen hätten…und der war unglaublich! Unglaublich fantastisch wundervoll… Und als es ganz dunkel wurde, hat die ganze Stadt geleuchtet. Ich muss sagen, sowas hübsches hab ich selten gesehen! Nach unten gings dann mit der Seilbahn. Alle Touristen mit ihren schicken Klamotten und Sektgläschen haben mich und Kirsten (schwitzende dreckige Wanderer) so komisch und verwirrt angeguckt…ABER wir sind bei brennender Sonne ja auch zu Fuß hoch! Jawoll! An einem Tag haben wir auch mal schön den Luxus raushängen lassen…und zwar in Camps Bay Beach. Dieser Ort wäre was für meine Mama, das ist wie Sylt Also fast Wir haben uns Cocktails gegönnt und leckere Steaks. Den Rest des Tages lagen wir am Strand und haben unsere dick gewordenen Bäuche gebräunt. Just enjoy sag ich da nur Das Nachtleben haben wir auch nicht ausgelassen. Im „Dubliners“, unserem Stammpub begrüßen sie uns schon mit Handschlag. (Naja…fast haha) Aber im „Clay Oven“, unserer Lieblings Pizzeria, da passiert das echt…aber die Pizza ist auch der hammer! Einmal waren wir in der „Zula Bar“ vom Konzert von „Hot Water“. Das ist eine local Band, also direkt aus Kapstadt. Dieser Abend war echt legendär und das Motto war: „Ooooohne Deutschland, wär hier gar nichts los!“ Wir wurden verdammt fett gefeiert! Mein Weihnachtsfest mit Paul war ebenso bezaubernd wie jedes Jahr zu Hause mit meiner Familie. Wir haben uns an Heiligabend ein 3-Gänge Menü gekocht und eine kleine Bescherung unter unserem Tannenbaum gemacht. Sogar von unserer muslimischen Gastfamilie lagen viele kleine Päckchen für uns drunter…so lieb Das größte Highlight meiner Ferien war aber Silvester: 3 Tage Techno/Electro Festival in Durbanville! Ja, dementsprechend fühle ich mich jetzt auch, haha Aber es war einfach spitze! Geile Musik, geile Leute und kein Schlaf…aber wer will den auch wenn man an Silvester in Kapstadt ist? Natürlich hatten wie zu dritt nur zwei Schlafsäcke, keine Kissen oder Isomatten…und einen harten Feldboden. Aber was soll man machen…ich sag immer: Man ist nur einmal jung ne Und ehe man mit Nackenschmerzen aufwacht dachten wir uns „Dann lieber gar kein Schlaf“…und so taten wir dies…(außerdem gab es den „Chill Temple“…da lagen wir dann immer auf fluffigen Kissen und Sitzsäcken von 11 Uhr morgens bis 17 Uhr bei netter Lounge Musik, haha) Aber bei dieser Atmosphäre wollte man auch gar nicht ins Bett! Das gesamte Festivalgelände war bunt und in leuchtenden Neonfarben geschmückt. Man selber sah nicht so bunt aus, sondern eher wie ein Stückchen Dreck, aber was solls wenn die Umgebung schon gut aussieht ne So feierten wir dann in kurzer Hose und Tshirt in das neue Jahr rein…sogar früher als ihr ääätsch Meine Ferien dauern nun noch knapp 10 Tage und ich kann es wirklich kaum abwarten meine Kinder wieder zu sehen…die vermiss ich so! Was mache ich erst, wenn ich wieder in Deutschland bin? Jetzt sind ja eben nur Holidays…Just now.

3.1.13 17:45, kommentieren

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What´s wrong with these parents?!!

Es ist Dezember und 30 Grad PLUS und in der Kita hat heute die Weihnachtsfeier stattgefunden. Wochen vorher hat jede Klasse ein Lied oder ein Theaterstück einstudiert, es wurden Masken gebastelt und Leinwände gemalt. Meine Kinder waren sooo gespannt auf diesen Tag und von vielen hörte ich immer wieder: „Jana, ich zeige dir dann meine Mami!“ Heute war es also soweit…alle Kinder und Eltern sollten ab 12 Uhr vom Schulbus abgeholt werden…ABER der Bus war mal wieder kaputt, und diesmal so richtig. Dennoch haben es viele Familien geschafft zum Konzert zu kommen. Ein Glück! Schade aber war, dass wirklich nur die Hälfte der Kinder dabei sein konnte, weil einfach keine weitere Transportmöglichkeit da war… Das Konzert an sich war aber wunderbar! Jede Klasse hat alles gegeben und fleißig gesungen und getanzt. Alle waren begeistert! Meine Klasse war natürlich besonders bezaubernd Trotz allem, bin ich schockiert zu Hause abgekommen….warum?.... …Viele Eltern waren zwar da, aber sie waren betrunken. Wirklich betrunken! Es fiel mir erst nicht auf, aber nach und nach sah ich in deren Augen und konnte es einfach nicht fassen. Sie torkelten durch die Gegend und suchten verwirrt nach ihrem Kind, dabei es genau vor ihnen stand. Sogar in der Konzerthalle, während das Konzert lief tranken sie…heimlich wurden die Bierflaschen aus den Jacken hervorgeholt, während auf der Bühne die eigenen Kinder voller Stolz „If I were a butterfly“ performten. Nichtmals richtig hingeschaut haben sie…in einer Hand die Kippe, in der anderen Hand die Pulle! Widerlich! Viele Kinder waren an diesem Nachmittag lieber an meiner Hand, als an der ihrer Mutter. Essen wurde diesen Kindern auch nicht gekauft, dabei es Hotdogs und Süßigkeiten gab für absolut billige Preise (Hotdog 50cent). Aber woher hatte die Eltern denn sonst das Geld fürs Bier? Das war der Tag für die Kinder…es war einfach IHR Tag!..und vielen wurde er einfach versaut. Obwohl versaut wohl das falsche Wort ist, denn die Kinder sind dieses Verhalten der Eltern ja leider gewohnt (und nicht nur am Wochenende!) Nicht umsonst spielen die Kinder nur kämpfen, schießen, betrunken sein und rauchen! Ich habe diese Kinder schon immer verstanden, hab ihr Zuhause gesehen und Geschichten gehört, aber diese Eltern zu sehen hat mir alles gegeben. Alles was ich brauchte um 100% zu verstehen… Deshalb ist diese Kita eine Chance für alle Kinder dort. ALLE! Weil sie zu Hause nichts bekommen. Keine richtige wahre Liebe, kein Respekt, keine Förderung und sogar kein Essen. Das Schöne ist aber, dass die Kinder einen tollen Tag hatten. Das hat man in allen Gesichtern gesehen. Ja, es sind wirklich kleine Survivor! Sie waren wenigstens stolz MIR ihre tollen Frisuren und Outfits zu zeigen und auch nach dem Auftritt bekamen Manche das Lächeln gar nicht mehr weg aus dem Gesicht vor Stolz! Danach hab ich mir einfach meine Kinder geschnappt und wir haben lachend getanzt! …bis es dann wieder nach Hause ging….

2 Kommentare 8.12.12 19:51, kommentieren

„Tande Borsel!!!“

Ich konnte es kaum fassen, wie sehr sich Kinder darüber freuen können, wenn man sagt: „Kommt, Zähne putzen!“ Aber so war bzw. ist es hier… Als das Paket von meiner Mama mit den Zahnbürsten, der Zahnpasta und den mini Mundspiegeln in der Kita ankam, war die Freude groß. In einem Morgenkreis wurde an jedes Mädchen eine lila und an jeden Jungen eine grüne Zahnbürste verteilt und anschließend haben die Lehrer und ich mit den mini Spiegeln in die Münder der Kinder geschaut….die waren so aufgeregt und total stolz, wenn sie von der „Untersuchung“ wieder kamen Von nun an, wird jeden Tag Zähne geputzt!...und DAS ist mal wirklich ein Highlight für meine Klasse! Kaum stehe ich morgens auf dem Hof der Kita höre ich aus meinem Klassenzimmer: „Janaaaaaaa, tande borsel!“ Und natürlich könnt ihr euch denken was das heißt…Zähneputzen In 4er Gruppen stehen sie dann stolz bis zum geht nicht mehr vor dem Waschbecken und putzen teilweise fast 10 min ihre Zähne…mit strahlenden Augen und einem breiten Grinsen! Jetzt nach 3 Wochen wissen die Kleinen auch gaaanz genau, welche Zahnbürste ihre ist, wie viel Zahncreme man auf die Zahnbürste tut, wie man den Mund ausspült und wie man anschließend die Bürste säubert!... …Denn: Ein Großteil der Kinder hat noch nie in ihrem Leben (4-5 Jahre alt!!) Zähne geputzt! Vielen fehlen fast alle Zähne, oder man findet nur noch schwarze Stummel. Die Backenzähne haben sooo schwarze tiefe Löcher, das kann man sich gar nicht vorstellen… Als wir das erste Mal Zähne putzen waren, wussten einige der Kinder nicht, wie man eine Zahnbürste hält…allein das, musste ich ihnen beibringen… Aber jetzt wissen ALLE wie man eine Zahnbürste hält und dass man jeden Tag zweimal seine Zähne putzen soll. Dass diese Kinder dieses Wissen haben, ist schon ein unglaublicher Lernerfolg…weil wer soll ihnen das sonst beibringen??...Zu Hause sicher niemand…. Zusätzlich ist es ein weiterer Spaßfaktor und die Kinder können stolz auf etwas sein! Und das sind sie!...Nach dem Zähneputzen laufen viele erst einmal zu fast jedem Lehrer, um ihre strahlenden geputzten Zähne zu präsentieren! Und dann heißt es immer: „Tande borsel……tomorrow?“

20.11.12 17:09, kommentieren

Was Leah mir erzählt…

Teacher Leah arbeitet seit 18 Jahren in meiner Kita. In der Mittagspause sitze ich oft mit ihr zusammen und lausche ihren wunderbaren Geschichten. Geschichten über die Apartheid, wie das damals war als Schwarzer in Kapstadt…oder wie ihre Mutter sie nicht haben wollte, weil kein Geld da war und sie mit 15 alleine zurecht kommen musste. Oder wie sie sich selber Lesen und Schreiben beigebracht hat, weil sie von allen ausgelacht wurde! Mit offenem Mund sitze ich da und merke, dass die Geschichten, die man aus Filmen kennt oder die Vorstellungen, die man hatte vorher, wirklich existieren. Aber trotz ihrer Vergangenheit ist sie so lebensfroh und erzähl stolz von ihren eigenen Kindern. Und sie ist eine wunderbare Lehrerin! Heute hat sie mir eine Geschichte erzählt, von einem 3 jährigen Jungen, der einst in ihrer Klasse war. Er war stets still und hat nie mit den Kindern gespielt. Außerdem konnte er nicht richtig laufen und bewegte sich komisch und hatte seltsame Verhaltensweisen… und Leah wusste, dass irgendwas nicht stimmte. Sie redete mit der Mutter, aber diese wollte nichts hören!….eines Tages kam der Junge nicht mehr in die Kita. Und auch 1 Woche später nicht. Bis die Mutter des Jungen kam und meinte, dass ihr Kind gestorben sei. Niemand wusste, was passiert ist…alle waren traurig…auch Leah. Aber sie war zudem sehr böse. Böse auf die Mutter, die wusste, dass irgendwas mit dem Kind nicht stimmte, aber nichts unternommen hat. Hier kennen die Lehrer die Kinder besser als die Eltern! Die Eltern sorgen sich kaum um die Kinder. Viele können den Monatsbeitrag der Kita nicht bezahlen, aber nicht weil kein Geld da ist, sondern weil sie es lieber für Alkohol ausgeben, anstatt für die Kinder, für deren Schulbrot, für Windeln,…oder eben für einen Arztbesuch! Solche Geschichten beeindrucken mich und bringen mich zum Nachdenken…weil es ja eigentlich keine Geschichten sind, sondern hier die Realität. Helen, die Projektleiterin sagt immer, dass die Kids kleine „Survivor“ sind…so nach und nach versteh ich, was sie damit meint. Je besser ich die Kinder meiner Klasse kennenlerne und verstehen lerne, desto mehr interessieren mich auch die Hintergründe, das Familienleben, die Wohngegebenheiten der Kids… Von Problemen und Gegebenheiten hier in Afrika hört man oft. Aber für mich haben diese nun Namen und Gesichter! Tarryn hat als einzige in meiner Klasse keinen Rucksack und kommt mit einer Tüte in den Kindergarten. Clifton bekommt nie ein Brot mit in den Kindergarten, und während die anderen essen, sitzt er allein in der Ecke. Nicky hat seitdem ich hier bin blaue Flecken am Rücken und keiner weiß woher. Hendrick hat seit Ewigkeiten Läuse, aber seine Eltern schneiden ihm einfach nicht die Haare ab. Jaydene hat seit Tagen Textilfarbe auf ihrem Auge und keiner weiß wie das passiert ist. Es fängt an sich zu entzünden. Shanell riecht sehr unangenehm und hat kaum Kleidung. Sie wird alle 2-3 Wochen 1 Mal geduscht. Leanda lacht nie. Progress schlägt täglich andere Kinder und wenn man ihn fragt wieso, sagt er, weil Papa das mit mir auch macht! Und Lekesha ist gerade mal 2, wird nie vom Schulbus abgeholt und trottet ganz alleine den langen Weg vom Hof zu ihrer Farm,… Das sind kleine Dinge, aber das ist ja auch nur das, was ich täglich sehen kann als Außenstehender… Ich will diese Storys erzählen, weil sie mich berühren und ich deutlich machen will, an was für Kleinigkeiten es den Kindern hier fehlt. Und das ist nicht unbedingt ein Rucksack oder Kleidung…Umarmungen, Küsschen, neue Spielideen, singen, lachen!!!, und ein ganz persönliches „Good Morning Clifton“, Good Morning Shanell“ zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht! Ein Lächeln, was bei uns in Deutschland, viele Kinder nur noch dann haben, wenn es brandneue Spielsachen oder ein neues PC Spiel gibt…

1 Kommentar 9.10.12 17:47, kommentieren

Alle verrückt hier.

Es ist ja bekannt, dass Afrika eher entspannter lebt… Also so ganz einfach in den Tag hinein leben und frei nach dem Motto: Ja wenn´s heute nicht klappt dann morgen, joa machen wir uns keine Sorgen ne! Und dann passiert es, dass du einfach mal so in einer indischen Gastfamilie landest, die eigentlich noch viel extremer in diesem „Chillmodus“ lebt….Ja, und so ist es….meine Familie und das gesamte afrikanische Lebensmotto machen mich fertig!...aber auf eine liebenswerte und amüsante Art und Weise! Paul und ich sind nur am kopfschütteln und lachen That´s Africa! Meine Top Five der merkwürdigsten Dinge hier im Vergleich zu Deutschland: 1.Tankstelle: Jetzt versteh ich auch, warum 80% der Leute hier „etwas fülliger“ sind! Du fährst mit dem Auto an die Tanksäule und wirst von oben bis unten bedient. Man rührt keinen Finger…es gibt Menschen fürs Volltanken, fürs Scheiben putzen und dann kommt noch jemand an dein Fenster und verkauft Süßigkeiten. Du musst nichtmals etwas sagen…also alles ganz lazy hier Bezahlt wird dann durchs Fenster. 2.Minibustaxi: Eigentlich ist das ein 9er. Mit einem 9er fahren in Deutschland wie viel Leute?? Riiiichtig! 9! Aber wär ja langweilig wenn die hier nur mit 9 Leuten fahren würden. 15 Leute passen da locker rein…das wäre ja gelacht! Und von diesen 15 Leuten finden sich 5 dicke Muttis (natürlich saß ich bisher immer genauuuu zwischen denen)! :D 3.Minibustaxi Schreihals: Ich nenne diese Person einfach mal so, die während der Fahrt seinen ganzen Oberkörper aus der Tür rauslehnt und schreit…sooo laut und ohne Pause! „To Cape Town City…Caaaaaaaaaaaaaaaaaaaape Toooown City!“ und das 100 Mal und mehr…Zwischendurch springt er dann einfach mal raus, ohne natürlich ein Wort zu dem Fahrer zu sagen, um die Leute auf der Straße einzusammeln. Dabei schon 13 Leute drin sitzen….der Bus muss VOLL werden! :D also wird weiter geschrien…das ist ein anerkannter Job hier 4.African Time: Wenn der Busfahrer sagt, er holt uns morgens um 8.30 ab, dann kommt er um 9.00. Wenn meine Gastmama sagt, sie holt mich um 15.00 ab, dann kommt so frühestens um halb 4! Aber das allerschlimmste ist das Wort NOW! Was heißt now?…JETZT! „Supper is ready now!“ D.h. ich kann noch duschen gehen und 5 mal ums Haus laufen, eh das Essen wirklich fertig ist! Das kann sich locker mal um 1,5 Stunden!! mehr handeln als abgemacht! Daran muss man sich eben erst gewöhnen… 5."Heute gibt´s Lights“: Also wenn in Deutschland jemand sagt, dass wir heute leichtes Essen essen, dann denkt man an Salat, oder nur eine Suppe oder vielleicht etwas Vollkornbrot mit Käse….HIER NICHT! Wenn meine Gastmama sagt, es gibt „Lights“, dann gab es bisher immer Hotdogs und Hamburger! „Da kann man viel von Essen, das geht gut rein“, sagt sie. Und Paul und ich gucken uns an und wissen nicht was los ist :D Oder wenn sie fragt, was wir uns zu Essen wünschen und wir sagen, etwas ohne Fleisch…dann sagt sie: Okay dann essen wir Chicken! Hääääää….Chicken ist Fleisch!! Dann sagt sie: Nene, das ist eine Art Fleisch, aber kein richtiges…Steak ist Fleisch! Und Brot und Salat ist auch kein „Food“! Food= Essen…das weiß jeder…aber hier ist „food“ nur richtig fettes Essen….“Jana, you should eat more food, you are to thin! Not salad, and bred…FOOD! Ich checke nichts mehr… Ich sag ja….ALLE VERRÜCKT HIER

2 Kommentare 7.10.12 11:33, kommentieren

Zimt und Zucker.

Wieder eine Woche rum in Kapstadt und in der Kita. Paul und ich fahren jetzt immer mit dem Schulbus nach Hause…das heißt 30 Kinder oder mehr in einem Bus für 15 Leute, plus 5 Erwachsene! Das ist halt Südafrika Dann fangen alle an Lieder zu singen, ihr Brot auszupacken oder wild rum zu toben. Kann man ja auch im Bus ne Aber es ist schön zu sehen, wie sie dann alle glücklich sind!...also zumindest die, die nicht zwischen den anderen eingequetscht sind, meistens die Kleinen. Ist ja überall dasselbe: Immer auf die Kleinen Wir haben diese Woche viel Musik gemacht und heute Kürbispuffer gebacken…WAHNSINN! Das Rezept ist Gold wert…da werde ich reich mit in Deutschland…Marktlücke Auf einmal war meine Horde von Kindern so still und konzentriert, als Helen, die Lehrerin und ich die Zutaten gemixt haben und den Teig in die Pfanne getan haben! Die kennen sowas ja alle nicht von zu Hause…gemeinsame Aktivitäten sind besonders wichtig und man merkt wie viel das ihnen bedeutet Dann gab es Kürbispuffer mit Zimt und Zucker... Gestern haben wir das 96 Spiel gesehen! Ich war soooo happy! Es gibt hier 500 Fernsehkanäle bei der Gastfamilie…kein scheiß! Und wir mussten erstmal alles durchsuchen und waren uns eigentlich sicher, dass es nicht übertragen wird… ABER WURDE ES!....und ich bin ausgerastet vor Freude :D Dann saßen wir da vor dem TV, mit gefühlten 3 Tonnen Popcorn (bin Popcornsüchtig seitdem ich hier bin) und haben das Spiel genossen….und 2:2 geht doch Ich hoffe also darauf, dass weitere Spiele übertragen werden! Die Kacke ist nur: Das Wetter! Was hier nachts für Stürme los sind glaubt mir keiner. So heftige Winde und Regen und alles fliegt durch die Luft…hammer! Das ganze Wochenende soll es regnen und das macht miese Laune…trotzdem…wir haben ja unseren Billiardtisch und Popcorn…also alles gut

3 Kommentare 21.9.12 18:50, kommentieren

My First Big Fat Indian Wedding

Mir fehlen wirklich die Worte, die diesen Tag perfekt beschreiben könnten….das MUSS man erlebt haben! Ebrahim, mein Gastbruder hat heute geheiratet. Er war natürlich die ganzen Tage davor schon total aufgeregt und Paul und ich waren täglich dabei ihn zu beruhigen und auf andere Gedanken zu bringen…hat auch gut geklappt mit Billard spielen, Pizza essen und lustigen Shoppingtouren Heute war es also soweit und die Nacht davor hatten die Frauen viiiiieeel zutun….und ich natürlich dann auch! Kochen für 80 Menschen, das ganze Haus umräumen und putzen und was weiß ich…ich steige da nicht mehr durch! Das ist nämlich keine normale muslimische Familie…NEIN! They´re sooooooo crazy!! Das ist echt der Wahnsinn…..alles unkoordiniert hin und her räumen…jeder macht irgendwie etwas und doch wieder nicht…und um 23 Uhr wurde noch nichtmals angefangen zu kochen! Paul und Ebi waren natürlich auf Ebi´s Bachelorparty, sodass ich mit diesem Chaos alleine da stand! Aber es war sehr lustig Alle Tanten, Onkels und Verwandte über 20 Ecken sind so nett und ich bin seither nur noch „My little Angle“ oder „Sweety“…manchmal aber auch einfach nur „J“ oder „Germany“….it´s funny Als die Gäste kamen ging der Wahnsinn erst los….alle wurden irgendwie reingeschoben…hin und her geschoben…mit Nahrung versorgt und wieder rausgeschoben! Wahnsinn :D Aber alles mit einer Leichtigkeit und Freundlichkeit, dass man gerne an diesem indischen Chaos teilnahm! Da sieht man mal, dass man nicht alles genau planen muss…die haben ihre Hochzeit auch in 12 Stunden super gemeistert! Und ich war dabei Paul und ich lachen uns zwar immer noch kaputt…aber Lachen ist ja bekanntlich gesund Und das alles wegen dieser einen indischen Hochzeit….

10.9.12 17:21, kommentieren